wdr mediagroup Suche


Sie befinden sich hier:

Lautheitsnormierung schafft harmonisches Hörerlebnis

Werbespot; Rechte: AS&S

Bald auch akustisch harmonisch: der Übergang zwischen Programm und Werbeblock.

"Ab Januar wird es zwischen den verschiedenen Sendungen und an den Übergängen von Programm zur Werbung keine Sprünge in der Lautstärke mehr geben", sagt Stefan Zeh, technischer Angestellter für die Werbebearbeitung bei der WDRmg digital. Ein Werbespot werde dann in Zukunft genauso laut sein wie die Sendung davor. Das Ergebnis seien ein natürlicheres und harmonischeres Hörerlebnis für die Zuschauer und eine bessere Klangqualität, erklärt Zeh. Bislang wirkt das Signal mit der höchsten Kompression als das lauteste im Programm.

Technisches Equipment; Rechte: WDR mediagroup Bild vergrößern

Mitarbeiter der WDRmg digital bearbeiten den Lautheitspegel mit modernster Studiotechnik.

Die WDRmg digital stellt das TV-Vorabend-Programm des Ersten sowie die nationale und regionale Werbung für die ARD technisch zusammen und überträgt die Programme in einem serverbasierten Workflow sendefertig zum Sendezentrum in Frankfurt. Künftig ist der Technikdienstleister auch für die Umsetzung des neuen Lautheitsstandards EBU-R128 bei den Vorabendprogrammen und den Werbespots zuständig. „Ab Januar werden alle Audiosignale des TV-Programms auf denselben mittleren Lautheitspegel angepasst und nicht mehr wie bisher nach einem Spitzenwert ausgesteuert“, erklärt Zeh. Dafür brauche es spezielle Messinstrumente. Die WDRmg digital habe bereits mit einem entsprechenden Gerät aufgerüstet. „Damit sind wir in der Lage, neuzugelieferte Programme und Spots lautheitsnormiert einzuspielen“, sagt Zeh. Ältere, bereits archivierte Programme und Werbefilme könnten mittels einer Spezialsoftware lautheitsnormiert nachbehandelt werden.

Werbekunden; Rechte: AS&S Bild vergrößern

Viele Unternehmen schätzen die TV- und Hörfunkangebote der ARD als Werbekanäle.

Mit der Verringerung des Lautheitspegels im TV-Programm trägt die ARD zahlreichen Zuschauerbeschwerden Rechnung. Als „zu laut“ wurden von den Sehern vor allem viele Werbespots und Programm-Trailer empfunden. Angenehmer soll in Zukunft auch das Radiohören werden. Die öffentlich-rechtlichen ARD-Kanäle wollen künftig auch im Hörfunk die Lautheit drosseln. „Die Anpassung des Radioprogramms an einen mittleren Lautheitspegel ist der nächste Schritt“, versichert Zeh. Ein konkreter Zeitpunkt für die Lautheitsnormierung im Äther stehe allerdings bislang noch nicht fest.

WDRmg