Seit 1998 saniert und digitalisiert die WDRmg digital 16- und 35 mm-Filme aus den Beständen des WDR-Archivs und anderen Archiven. Das Spektrum der aufbereiteten Filme reicht von historischem Material der 20er Jahre über ‚Straßenfeger‘ und TATORTE für DVD-Produktionen bis zum 35mm Negativmaterial für HD-Ausstrahlungen. Häufig gewünschte Videoformate als Ausgabeformat sind IMX, Digital Betacam und HD-Cam SR. Die jährliche Menge sanierter bzw. digitalisierter Filme beträgt rund 2000 Filme bzw. 40.000 Sendeminuten.
Sanierung
Die manuelle Bearbeitung der Filme erfordert einen hohen Zeitaufwand. Das Material wird auf technische Mängel geprüft und gleichzeitig einer Reparatur und Reinigung unterzogen. Unter anderem werden alte Klebestellen erneuert, Perforationsrisse repariert und Kleberabdrücke entfernt. Nach der Sanierung wird jeder Film in einer Filmreinigungsmaschine mit Isopropanol gewaschen.
Synchronprüfung
Nachdem auch der Ton (Cordband auf Acetatbasis) gereinigt worden ist, wird die Synchronität aller zum Bild gehörenden Töne am Schneidetisch überprüft. Asynchrone Stellen werden durch Schnitt korrigiert. Außerdem erfährt das Bild am Schneidetisch eine visuelle Beurteilung, deren Ergebnisse in einen Sanierungsbericht einfließen.
Tonüberspielung
16- und 17,5mm-Cordbänder werden auf polyesterbeschichtetes Material überspielt. Auch Senkel sowie Magnetrandspur und Lichtton kann auf Cord übertragen werden. Mit einer lasergesteuerten MB 51 kann auch geschrumpftes und deformiertes Tonmaterial synchron wiedergegeben werden.
Qualitätskontrolle
Nach der Digitalisierung wird jede Videokassette einer Prüfung unterzogen. Die Sanierung und Digitalisierung von Filmen ermöglicht nicht nur die Bestandssicherung, sondern auch die Wiederverwertung des hochwertigen Materials.